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Willkommen auf unserer Webseite über das Buch 'Die Merowinger'

Der Blog 

 
 

Ich lade Sie ein, in diesem Blog mehr über die Merowinger und ihre Zeit zu erfahren, als dies im vorliegenden Buch möglich war darzustellen. Der Inhalt des Buches bietet in seiner Vielschichtigkeit, sowohl über die Merowinger als auch im Hinblick auf die ältere Geschichte Europas, viele Schnittstellen zu weiteren Themen. Hier werde ich – soweit es mir möglich ist - auf Ihre Fragen zum Buch eingehen aber auch auf Beiträge und interessante Ergänzungen, die Sie beitragen wollen. Über meine eigenen Erkenntnisse hinaus gibt es gewiss viele interessante Aspekte, die unser aller Wissen um die Merowingerzeit ergänzen können.  Dies soll zu einem lebendigen aber sachlichen und realistischen Austausch führen. 

Usch Henze Im November 2010.

 

Die Merowinger
   

'Trojaburgen', Labyrinthe und 'Saliertänze' im Merowingerreich

'Trojaburgen', Labyrinthe und 'Saliertänze' im Merowingerreich

Der frühchristliche Kloster- und Kirchenbau im Merowingerreich war verschwindend gering im Verhältnis zur Größe des Landes. Die Christianisierung erreichte nur langsam den Großteil einer Bevölkerung, die auch in vor-christlicher Zeit nicht ohne religiöse Stätten gelebt hatte, an denen die Menschen ihre jahreszeitlichen Feste feierten.Die Merowinger

Seit dem 7. Jh. ist in vielen Fällen belegt, wie intensiv die Kirche dort gegen die alten Götter der Merowinger und ihre heidnischen Tänze zu Ehren Neptuns vorging, die vor allem im Norden des Reiches verbreitet waren.

Kaum zu trennen ist gerade hier, was auf keltische Traditionen zurückzuführen ist, manches auch auf den Einfluß der Römer.

Der römische Dichter Catull erwähnt in seinem Gedicht XVIII. An Colonia (an die Stadt Köln) die heiligen Saliertänze. In einer Übersetzung aus dem Jahre 1821 heißt es:

„Die Saliertänze waren von wilder Art. Unter tobenden Sprüngen und Gesängen zogen die Priester des Mars, die man Salier nannte, an ihren Festen in den Straßen umher und rauschende Musik theilte ihre wilde Begeisterung dem Volke mit.“

Hier werden die Salier genannt, deren Kulttanz seit jeher als ethnisches Merkmal der Franken gesehen wurde. Vergil beschreibt sie im "Schild des Aeneas" als Gallier: